"Wir leben so dahin und nehmen nicht in acht, dass jeder neue Tag das Leben kürzer macht."

31. Januar 2017

FAZIT, 3 MONATE NACH RENTENBEGINN:

 

Rente ist GEIL, weil ich

=>   jetzt die allermeiste Zeit herrlich ausgeruht bin

=>   viel flexibler in der Tagesplanung bin

=>   ich Zeit und Dinge ganz anders, bewusster wahrnehme

=>   Dinge tun kann, die ich schon lange tun wollte

=>   nun tatsächlich bei 4 von 5 Terminen pünktlich bin

 

Rente ist UNGEIL, weil ich

=>   merke, dass mir manchmal die Stille auch auf den Geist geht

=>   mich ab und an sehr alt und abgeschrieben fühle

=>   mich dabei ertappe, faul und unmotiviert zu werden

=>   öfter das Gefühl habe, nun ziemlich "nutzlos" zu sein

=>   schmerzlich realisiere, keine "Träume" mehr zu haben

 

FAZIT:  Rentner werden ist nicht schwer, Rentner sein dagegen sehr! :-)

WAS SICH GEÄNDERT HAT:

Ganz eindeutig die Anzahl der Telefonanrufe auf meinem Festnetzanschluß, also Anrufe, die wirklich "von außen" kommen. Das ist schon sehr, sehr still geworden... und für mich völlig ungewohnt.

Andererseits: es waren ja auch immer viele Anrufe dabei, die in der Folge mit Arbeit verbunden waren - so besehen, ist es dann auch wieder nicht so schlimm, darauf verzichten zu müssen ;-)

Und dass, bedingt durch mein früher so hektisches Leben, Anrufe von Freunden oder Bekannten eher Mangelware sind, das ist eine ganz andere Geschichte und hat sicher nichts mit dem Ruhestand zu tun.

30. Januar 2017

Fünf Tage habe habe ich den Computer so gut wie ignoriert und das aus sehr gutem Grund: ich habe gelesen, Stunde um Stunde, endlich, denn genau deswegen bin ich ja überhaupt in Rente gegangen ;-).

 

Und so habe ich mit dem Weihnachtsgeschenk meiner Tochter angefangen. Sie selbst hatte das Buch noch nicht mal gelesen - trotzdem ist ihr ein Volltreffer geglückt und ich darf mich nun ebenfalls zum Kreis derer zählen, die dem "Ferrante-Hype" erlegen sind. Und zwar so gerne, dass ich kaum meinen Geburtstag erwarten kann, an dem ich, so meine Tochter, den zweiten Band geschenkt bekomme!

 

Auch "mein Freund" Dennis Scheck bezeichnet in seiner wunderbaren Sendung "druckfrisch" die beiden Romane als "herausragend" und spricht von dem "hinreissenden Sog", den Ferrante mit ihrer Sprache auslöst.

Sag' ich doch... :-)

 

Dennis Scheck kommentiert die Top 10 Belletristik

Elena Ferrante und ihre Bücher

Ja, und dann habe ich zumindest mal das eine von den beiden Büchern gelesen, die ich mir gleich zu Beginn des neuen Jahres gekauft habe. Gleich zu Beginn deswegen, um die "Leseschulden" aus 2016 zu erledigen. Denn beide Bücher wurden von Menschen geschrieben, die im vergangenen Jahr verstorben sind. Und beide Menschen habe ich sehr bewundert und geschätzt.

Weil beide blitzgescheite und lebensbejahende Menschen waren und überaus leidenschaftlich ihrer Profession nachgingen. Und beide konnten reden was das Zeug hält... :-)

 

Roger Willemsen hatte ich einmal persönlich am Flughafen Berlin-Tegel getroffen, ich vermute, er kam wohl gerade von einer seiner Sitzungen als Besucher im Reichstag. Wir haben sogar ganz kurz ein paar freundliche Sätze getauscht, daran erinnere ich mich jetzt natürlich gerne. Feingeister wie er sind selten im öffentlichen Leben derart präsent, auch deswegen ist sein Verlust überaus schmerzlich und natürlich viel zu früh.

 

Und Guido Westerwelle's Buch, in dem er über seine damals so plötzlich aufgetretene Krankheit schreibt, aber auch über seine Empfindungen seinem Mann gegenüber ist es unbedingt wert, gelesen zu werden.

Dabei hatte ich eigentlich sogar ein wenig Angst davor, denn sein Tod am 18. März 2016 brachte mich dann doch wirklich ganz schön aus der Fassung. Und ich bin ehrlich: da er meine "politische Laufbahn" gerade in den Anfangs-jahren sehr stark geprägt hat, wir uns einige Male dann auch auf dem politischen Parkett begegnet sind und er auch gerne mal eine mail von mir persönlich beantwortete, verkörperte er quasi für mich die FDP: er war der Boss "unserer" Partei, unserer Sache, für die wir uns engagiert haben. Jeder nach seinen Möglichkeiten, aber immer mit Leidenschaft. Dass er auch ein überaus feinsinniger und kultivierter Mensch war, Sinn für Humor und Spaß (ja, ich weiß...) hatte und seine liberale Geistehaltung auch lebte, machte ihn für mich einfach sympathisch und glaubwürdig

Ich bin noch immer traurig über seinen viel zu frühen Tod.

Aber jetzt hatte ich - Rente sei Dank - endlich die Zeit, diese Traurigkeit auch einmal in Ruhe zuzulassen. Und mich z.B. an seine Äusserung bei einem Pressegespräch in 2006, an dem ich teilnehmen durfte, zu erinnern, als er am Ende des Interviews (..das Aufnahmegerät war bereits abgeschaltet..) gefragt wurde, was ihm denn am meisten Sorgen bereite und er sagte, dass dies eindeutig der innere Frieden in unserem Land sei, den er in Zukunft stark gefährdet sähe... 

 

25. Januar 2017

Wie wunderbar, dass ich mich entschlossen habe, endlich wieder einmal "richtig" schwimmen zu gehen - ohne Sauna, ohne "Wellness". Einfach nur schwimmen und spüren, dass man doch jetzt wesentlich mehr Kraft und Ausdauer hat, als dies zu Job-Zeiten der Fall war. Und so fällt auch das Entspannen beim im-Wasser-gleiten wesentlich leichter. Na ja, Kraulen geht noch immer nicht wirklich ;-) - aber man muss ja auch noch GEILe Ziele haben, nicht wahr?

23. Januar 2017

Meine Mutter ist nach vier Wochen Krankenhaus nun endlich wieder zuhause, 

wie bin ich froh!

Das war für alle Beteiligten eine schwere Zeit, um so glücklicher bin ich nun, sie wieder in doch wesentlich besserem Gesundheitszustand zu wissen.

Dass ich allerdings zwischendurch derart geschwächelt habe und aus der Biografie resultierende "Störfeuer" micht derartig ausbremsten, das hat mich schon sehr erschreckt. Ich wollte helfen und war tagesweise einfach nicht mehr in der Lage dazu. Das "Kind" brauchte selbst Hilfe...

 

07.15 Uhr - und es ist immer noch sehr dunkel um diese Zeit, in der ich im vergangenen Jahr noch täglich in Richtung Stuttgart unterwegs war. Und seeehr kalt (-10 Grad).

Also höchste Zeit, mal wieder richtig dankbar zu sein, jetzt NICHT in's kalte Auto steigen zu müssen und sich in die Firma zu tasten - das ist wirklich das AllerGEILste an dieser Rente!

23. Januar 2017

Die Deutsche Rentenversicherung hat heute die Bundesregierung davor gewarnt, davon auszugehen, dass eine Erhöhung des gesetzlichen Rentenniveaus Altersarmut verhindern würde: bei zwei Drittel der heute von Altersarmut Betroffenen würde selbst eine erhebliche Erhöhung nicht dazu führen, dass sie auf ein Einkommen oberhalb des Grundsicherungsanspruchs kämen. 
Na ja, darauf müssten die Damen und Herren Politiker eigentlich auch selbst kommen. Ein hohes Rentenniveau kann nun mal leider nicht den Makel eines kleinen Rentenanspruchs heilen, der einfach aus zu geringen Beiträgen resultiert.

 

SWR 2 => Debatte um Anhebung der Rentenversicherung

20. Januar 2017

Nach langerlanger Pause wieder einmal von "der Firma" geträumt - ausgelöst wahrscheinlich durch eine mail, die mir ein Ex-Kollege in dieser Woche geschickt hatte. Dieser berichtet mir immer wieder einmal unter dem Betreff "Neues aus der Anstalt", was sich so tut. Und natürlich lautet die erste frohe Botschaft im neuen Jahr: "Umstrukturierung"!"

 

Tja, und prompt bin ich in meinem Traum mittendrin gewesen und habe die Kollegen beim Ausräumen und Entsorgen beobachtet und unterstützt - obwohl ich genau wusste, dass ich nicht mehr dazu gehöre. Denn ich war zwar im ganzen Gebäude unterwegs, das auf einmal viel kleiner als in Wirklichkeit war, aber meinen Schreibtisch, den gab es schon nicht mehr...

 

Ich muss schwer geschuftet haben in meinem Traum: beim Aufwachen lag ich völlig schräg ;-) und hatte sämtliche Kissen und Decken aus dem Bett geschmissen. Trotzdem fühlte ich mich bestens ausgeruht :-), da ich ja durch meine Entscheidung, früher in Rente zu gehen quasi schon "in Sicherheit" bin... und hoffe sehr, dass es für meine Kollegen nicht so schlimm kommt, wie zu Beginn solcher Verlautbarungen (immer) befürchtet.

17. Januar 2017

Immer wieder sehenswert: das Format "37 Grad" im ZDF dienstags nach dem heute-Journal.

Dieses Mal aus der Doku-Reihe "20-40-60" die "Sechziger", die mich natürlich ganz besonders interessiert haben.

 

Fazit nach viel zu schnell vergangenen 45 Minuten Sendezeit: Gerade die Lebenserfahrung aus den vorher gelebten 59 Jahren ermöglicht es wohl, Herausforderungen UND Chancen zu erkennen und positiv und kompromisslos anzunehmen - auch wenn sie nicht immer leicht zu ertragen sind. 

Großes Kompliment an die Macher dieser Dokumentation!

 

ZDF 37-Grad "Die Sechziger"

15. Januar 2017

Heute endlich mal wieder ganz in Ruhe die FAZ von gestern lesen können - und den abgebildeten, sehr aufschlußreichen Bericht mit dem Titel "Bloß nicht dran denken" entdeckt, der die Gefühlslage der jungen Generation zum Thema "Altersvorsorge" beschreiben soll. Tatsächlich hat sich da zu früher doch nicht wirklich viel verändert, auch meine Generation (..und vermutlich die vorherige auch..) hatte nicht wirklich Lust, sich mit, sagen wir mal, 30 Jahren ernsthaft den Kopf darüber zu zerbrechen, ob und wie wir im Alter leben werden. Ich weiß sogar, dass ich - gerade als Frau - da schon eher die Ausnahme war. Auch weil ich wußte, als ein Kind von durch Krieg und Zerstörung geschädigter Eltern, einmal nicht mit einem üppigen Erbe versorgt zu werden. 

Dies zumindest wird aber bei großen Teilen der heutigen jungen Generation anders sein und dazu beitragen können, dass diese jungen Menschen JETZT ihr hoffentlich GEILes ;-) Leben genießen können und nicht beim Gedanken an "Vorsorge" gleich in Panik verfallen müssen. 

 

FAZ-Artikel 14.01.17    => leider nicht kostenfrei nachzulesen...

 

Ach ja - und übrigens wurde in diesem Bericht (erwartungsgemäß...) auch kritisiert, dass "die (armen :-() Jungen" auch die Lasten der im Jahre 2014 den "alten Müttern" gewährten "Mütterrente" zu tragen haben. Dass sie selbst aber per se schon die Bestausstattung, nämlich drei Mütterrenten-punkte erhalten, darüber lese ich (erwartungsgemäß...) kein Wort. 

14. Januar 2017

20.15 Uhr: meinem Mann (...der JEDEN Krimin anschaut ;-) und meiner nötigen Entspannung zuliebe im ZDF "Willsberg" geschaut und mich dann doch ärgern müssen, wie "Kommissar Overbeck" die von Gudrun Gundelach wunderbar gespielte, demente Rentnerin widerspruchslos als "alte Schachtel" bzw. "Alte" bezeichnen darf.    

Mehr als ein entnervtes Augenverdrehen seiner Chefin löst diese Depektierlichkeit zumindest nicht aus.

Ist das dann tatsächlich der Umgangston bei der Polizei, der ja auch in jüngster Vergangenheit in anderem Zusammenhang kritisiert wurde?? Ich hoffe doch nicht!

 

ZDF "Wilsberg" 58. Minute

... hätte dann doch vielleicht nochmal den wunderbaren Film im Bayerischen anschauen sollen.... Tolle Schauspieler, wunderbare Dialoge (..die sicher auch manchmal deftig, aber eben nicht respektlos sind..), Humor und Ernsthaftigkeit - alles, was einen guten Film eben so ausmacht.

Sehr empfehlenswert, um nicht zu sagen: GEIL!

 

DAS ERSTE Mediathek => Wir sind die Neuen

14. Januar 2017

09.15 Uhr:  Hellwacher, keine Widerrede duldender Anruf meiner Mutter - sie wartet auf den Arzt und will sich noch heute aus der Klinik entlassen lassen.

Ich weiß nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll...

12. Januar 2017

 

KRISE!

 

Bin nun seit 25.12. nicht unter zweieinhalb Stunden täglich im Krankenhaus bei meiner Mutter gewesen, die sich jedoch irgendwie weigert, die zwar kleinen und langsamen, aber doch eindeutig vorhandenen Fortschritte in ihrem Genesungsprozess positiv und aufmunternd zur Kenntnis zu nehmen.

 

Doch jetzt kann ICH auf einmal nicht mehr und brauche zwingend diesen heutigen Tag "Auszeit"! Seit vergangenem Sonntag bemerke ich schon, dass ich bei jedem Besuch nervöser und (leider..) auch aggressiver werde. Ich kann einfach dieses permanente Fordern nach noch mehr Aufmerksamkeit und das von meiner Mutter zur Schau gestellte Annehmen der von den Ärzten und Schwestern erbrachten Leistungen als Selbstverständlichkeit kaum ertragen. Ich würde mir da einfach mehr Demut und Dankbarkeit für das Geleistete wünschen.

 

Aber vielleicht sehe ich das einfach zu "eng", denn auch ich registriere ja, dass meine tägliche Anwesenheit plus diverse Aufgabenstellungen ganz offensichtlich zu meinen Pflichtaufgaben als "Kind" gehören, die jetzt ganz selbstverständlich eingefordert werden.

 

Aber was wäre denn nun, wenn ich noch tatsächlich meinen Beruf ausüben würde? Kann es sein, dass mich dieser sogar vor der von mir so empfundenen "Vereinnahmung" schützen würde??

 

Und warum berücksichtigt eigentlich die Politik bei ihren Plänen und Überlegungen z.B. für eine "Rente ab 70" nicht, dass gerade Frauen oftmals längst vorher schon für die Versorgung von Eltern oder Enkeln in Anspruch genommen werden?  

 

ERKENNTNIS: Ich denke, es liegt letztendlich an mir selbst, meine Grenzen der "Verfügbarkeit" aufzuzeigen, denn auch wenn ich sehr froh bin, durch den Ruhestand hier mehr leisten zu können: Körper und Psyche zeigen mir eindeutig, dass ich nicht unendlich belastbar bin. Oder warum schmerzt auf einmal die Nackenmuskulatur wieder so heftig und UNGEIL??

09. Januar 2017

Ist das nicht GEIL? Endlich muss ich nicht wie sonst immer die ISTA-Heizungsableseprozedur durch Nachbarn oder nähere Angehörige ;-) organisieren, weil zu DEN Zeiten, in der diese freundliche Zeitgenossen ihre Arbeit verrichten (9.30 bis 11.30 Uhr!), jeder "normale" Mensch ebenfalls im Job ist.

Nein, nun kann ich sogar einige Nachbarn "glücklich machen", in dem ich den Schlüsseldienst verrichte.

Und auch wenn ich mich dann ganz schön alt fühle, wenn diese ihre Schlüssel wieder bei mir, der Rentnerin, abholen - GEIL ist es allemal, wenn man unterstützen kann!

08. Januar 2017

Beim heutigen Neujahrsempfang meine Schornsteinfegersammlung um ein weiteres Exemplar vergrößert. Den "Neuen" werde ich wie immer das ganze Jahr über in meiner Handtasche auf allen meinen Wegen mit herumschleppen.

Aber nein, ich bin ÜBERHAUPT nicht abergläubisch ;- ;-)

Na ja, doch zum ersten Mal nach den Weihnachtsferien NICHT mehr in's Büro zu müssen - das ist dann doch tatsächlich schon ein GEILes Glück, nicht wahr??

07. Januar 2017

Seitdem ich "in der Rente" weitaus öfter und großflächiger ;-) per pedes unterwegs bin, fällt mir die unglaubliche Vermüllung "meiner" Stadt natürlich auch mehr auf.

Und sie empört und erschreckt mich auf das Heftigste, denn es ist ganz und gar kein gutes Gefühl, von solchen rücksichtslosen, UNGEILen "Mitbürgern" umgeben zu sein.  Leute, die es offenbar völlig kalt lässt, z.B. unseren schönen Stadtgarten, wo ich diese Bilder gemacht habe, derart zu verschandeln. 

Im hiesigen Dialekt sagt man "Lumpenpack" zu dieser Gattung Mensch.

Und ich "Harmoniebolzen" schäme mich zu meiner eigenen Überraschung nicht im Geringsten dafür, dieses Wort auch zu benutzen.

So eine Wut hab' ich!!!

06. Januar 2017

Traditionelles Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart, bei dem ich - dank Ruhestand ausgeruht und aufnahmefähig - auch gerne mal wieder selbst mit dabei gewesen wäre.

Nicht nur, um den Frauenanteil im Publikum zu erhöhen ;-), sondern auch um zu erfahren, wie sich die Liberalen im Bundestags-Wahlkampfjahr die Zukunft der Rente bzw. die der Rentnerinnen und Rentner vorstellen...

 

Nun, ich hab's dann doch bloß beim fern-sehen belassen und damit auch nur Herrn Lindner's Rede gehört.

Der widerum brannte, wie fast immer, ein beeindruckendes, rhetorisches Feuerwerk ab, in dem er u.a. - und selbstverständlich zu Recht - dazu aufforderte, auch "den Jungen" die Perspektive auf ein gutes Leben in unserem Land zu ermöglichen.

Zum Thema "Rente" und deren Zukunftsfähigkeit habe ich aber so gar nichts gehört.

Kein Thema für die "neue" FDP?

WAS SICH GEÄNDERT HAT:

Definitiv meine Ernährung: zum einen esse ich praktisch nur noch 2x am Tag und zum anderen ist das Frühstück ganz klar zu meiner wichtigsten Mahlzeit  geworden, für die ich mir auch die nötige Zeit nehme. 

Ich frühstücke jetzt aber sowieso im Vergleich zu früher (6.15 Uhr) relativ spät, HABE JA KEINEN PERMANENTEN DRUCK, so dass ich vor 17.00 Uhr überhaupt keinen Hunger mehr bekomme. Das liegt aber auch einfach daran, dass mein täglich liebevoll zubereiteter Frühstücksbrei unglaublich lang vorhält!! Und sehr GEIL schmeckt :-

Tja, und die Stress-Fress-Attacken am Abend haben sich nun mittlerweile auch auf ein sehr normales Maß reduziert. Das ist schon wirklich erstaunlich, was hier "Rente" bewirkt!

Rezept für "meinen" Frühstücksbrei:

2 EL Frühstücksbrei

(...gönne mir einen bestimmten basischen, der teuer, aber sehr ergiebig und bekömmlich ist...)

viel verschiedenes frisches Obst

2 EL Joghurt ohne Geschmack

1 Schuß frische Sahne

manchmal 1 EL Honig

1 EL gutes Leinöl

IMMER eine Handvoll Nüsse

                                                                Variationen: Datteln, Feigen, Rosinen 

                                                                KEIN Zucker, KEINE Schokostreusel ;-)

.... und wenn dann doch mal keine Zeit ist: Smoothie geht immer!

03. Januar 2017

Mir ist doch noch ein guter Vorsatz für das Neue Jahr eingefallen: da laut Nachrichtenlage mittlerweile die "Lebenswirklichkeit" hinsichtlich Gewalt und Brutalität die gefühlten Millionen Krimis im deutschen TV mühelos erreicht bzw. sogar getoppt hat, werde ich mir nichts mehr "Unterhaltendes" in dieser Richtung mehr anschauen.

Die Zurschaustellung moralischer und äußerlicher Verwahrlosung, verkauft als "Entertainment", wird zukünftig ohne mich stattfinden. Ich weiß, das wird niemand merken - aber mir wird es gut tun! Denn merke: gerade in der Rente gibt es nichts UNGEILeres als das Verplempern von kostbarer Zeit.

02. Januar 2017

11.15 Uhr - die allerersten Schneeflocken in diesem Winter!

Das heißt heute aber auch: im verschärften Winter-Outfit zu Fuß in's Krankenhaus - wobei ich ja aber seit der "Rente" sowieso meist zu Fuß unterwegs bin. Und das auch sehr genieße, denn gerade das permanente Sitzen im Job und Ehrenamt hat mir immer schwer zu schaffen gemacht... Da ist jetzt anders und auch wirklich GEIL.

 

01. Januar 2017

Willkommen, Du neues Jahr, das mit so viel Sorge beginnt - das aber die Stadt zumindest an diesem Neujahrsmorgen geradezu jungfräulich weiss und klar, wie frisch gewaschen, erscheinen lässt.

Ich kann mich fast nicht sattsehen - wie liebe ich meine Stadt! Durchatmen in der eiskalten Luft - alles wird gut... irgendwie.... 

31. Dezember 2016

Die Stadt liegt ruhig vor mir an diesem letzten Spätnachmittag des Jahres 2016.

In wenigen Stunden könnte meine Mutter hier von ihrem Krankenbett aus einen wahrlich spektakulären Blick auf das Silvester-Feuerwerk haben.

Jedoch - das interessiert nun momentan wirklich nicht....

29. Dezember 2016

Die Tage "zwischen den Jahren": wie sehr habe ich diese in der Zeit meiner Berufstätigkeit gerade in den letzten Jahren genossen! Das Weihnachts-"Bohei" vorüber, der Silvester-Lärm noch nicht zu hören - herrlich! Eine Zeit der Stille und Muße (..falls man, so wie ich, nicht zum Umtauschen in die, schon wieder volle City muß ;-) und der Kühlschrank noch gut gefüllt ist, weil man "vorher" natürlich wieder viel zu üppig eingekauft hat..).

 

Nun, dieses Jahr ist aber alles anders: meine Mutter wurde am Morgen nach Heiligabend in's Krankenhaus eingeliefert, sehr hektische Tage der Ungewissheit und Sorge und morgen nun die Operation. Und bei allem trotzdem das unglaublich gute, beruhigende Gefühl, sich nun ganz und gar und ohne Zeitdruck kümmern zu können, da auch nach den Weihnachtsferien keine beruflichen Verpflichtungen mehr darauf warten, erfüllt zu werden.

So notwendig und GEIL kann Rente sein! 

26. Dezember 2016

... doch noch weihnachtliche Gefühle :-)...

"Dies ist die Nacht, da mir erschienen des großen Gottes Freundlichkeit! Das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit, und dieses Welt und Himmelslicht, weicht hunderttausend Sonnen nicht!

Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit Deiner Gunst!

Dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglaubens voll!

 

Max Bruch: Motette "In der Christnacht"

WAS SICH GEÄNDERT HAT:

Seit meiner Kindheit hatte ich nicht mehr so viel Zeit, um die Adventszeit und das "Warten auf's Christkind" ;-) bewußt zu erleben. Und auch die kurzen Tage und die frühe, tiefe Dunkelheit habe ich ganz stark empfunden.

Logisch: im Vergleich zum früheren Leben war die Terminlage im Dezember doch sehr übersichtlich und wurde nicht mal durch eine einzige Weihnachtsfeier aufgehübscht - was allerdings nicht wirklich schlimm war, ich hatte ja vorher genug davon. Und war dabei oftmals viel zu müde und kaputt, um wirklich entspannt meine Freude daran zu haben. (...und das ist ja die ganze Ironie des Ruhestandes: jetzt, wo man endlich mal ausgeschlafen ist, tut sich nix mehr).

 

Fazit: zum ersten Mal ist bei mir die gesamte Weihnachtsstimmung schon VOR Heiligabend gelaufen - ich bin, ehrlich gesagt, gewissermaßen "weihnachtssatt", da ich einfach viel zu viel Zeit und Gelegenheit hatte, mich damit zu beschäftigen. Und irgendwie ist da jetzt kurz vor dem "Showdown" eine seltsame Leere, die ich schlecht erklären kann. Vielleicht fehlt mir einfach der "echte" Stress?? Oder bin ich möglicherweise unzufrieden, weil ich in diesem Jahr mit äusserst "gebremstem Schaum" Geschenke gekauft habe? Denn das fällt mir, der einfach gerne schenkt und auch mal "spontan" kauft, schon verdammt schwer, nun doch hier wesentlich sparsamer agieren zu müssen. Aber auch, wenn dies in 2017 noch schlimmer werden wird (in diesem Jahr hatte ich ja wenigstens noch einmal "Weihnachtsgeld"): ich werde mich daran gewöhnen und es gibt ja auch Dinge, die man selber machen kann. Glutenfreie Vanillekipferl zum Beispiel für die Tochter, die damit bestimmt nicht rechnet :-).

 

Eines aber hat sich leider nicht geändert: meine Geschenke werde ich - wie immer in den vergangenen Jahren - erst am 24. Dezember einpacken. Quasi im letzten Moment. Das ist nun auch nicht wirklich GEIL...

20. Dezember 2016

Heute mein zweiter Einsatz als Lesepatin. Ich bin schon total verliebt in diese Kinder ;-).

Und die Klassenlehrerin ist wirklich eine Heldin - so viele Kinder mit derart unterschiedlichen Leistungsstufen in einer Klasse unter "einen Hut" zu bringen, davor ziehe ich denselbigen. Und zwar ganz tief!

19. Dezember 2016

Das Leben im Ruhestand heute einmal voll ausgekostet und etwas gemacht, was noch vor einem Jahr undenkbar gewesen wäre: "Rentnerausflug" unter toller, fachkundiger Leitung mit dem TGV nach Paris in's spektakuläre Centre Pompidou, um exzellente moderne Kunst anzuschauen, danach noch ein wenig Bummeln und Betrachten der unfassbar glamourösen Weihnachtsdekoration in den Galéries Lafayettes. Nein, nix gekauft, nur gestaunt :-). Übrigens: Karlsruhe-Paris in mittlerweile 2,5 Stunden, ist das nicht irre und auch irre GEIL

Traurig aber, nach der Rückkehr von dem schrecklichen Anschlag in Berlin erfahren zu müssen - aber auch in Paris war, angesichts der großen Polzei- bzw. Militärpräsenz und der Sicherheitsvorkehrungen ein mulmiges Gefühl unvermeidlich. Daran möchte ich mich aber nicht gewöhnen...

Centre Pompidou Paris

 

Galeries Lafayette Paris

 

Übrigens: solche Weihnachtsbäume wie auf der Terrasse im Centre Pompidou in GEILen Farben sind momentan "le dernier cri" in Paris und werden garantiert im nächsten Jahr auch bei uns zu sehen bzw. haben sein.

17. Dezember 2016

13 Jahre (!) fristete die nebenstehende Uralt-Küchenmaschine ein trauriges Dasein im Keller. Nun hatte ich, Rente sei Dank, endlich Zeit, sie - wie so manchen anderen Fund - wieder herauzuholen, auf Vordermann zu bringen und eine Weihnachts-Backorgie sondersgleichen zu veranstalten. 4 (!) Sorten auf einmal, das gab's bei mir seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. 

Ich sage Ihnen, in der Maschine ist ein Motör'le drin - sowas von SuperGEIL!

16. Dezember 2016

Heute nachmittag wieder ehrenamtlich für einen Verein, der sich die Verschönerung der Stadt zur Aufgabe gemacht hat, ein bissele Korrespondenz erledigt. Ich gebe zu, ich musste mich nach einem total hektischen Morgen (Brille beim Einkaufen verloren!!!) dazu aufraffen, denn ich stelle fest, dass ich Dingen, die ich berufsbedingt mein Leben lang gemacht habe, nicht mehr so viel Zeit widmen möchte, ich habe Lust auf Neues.

Nun, hinterher war es dann doch wieder o.k., aber ein schales Gefühl bleibt...

14. Dezember 2016

Erstaunlich: zum wirklichen Genuss der freien Zeit scheint bei mir zwangsläufig immer auch vorher geleistete Arbeit zu gehören. Das wurde heute ganz deutlich, als ich - nach einer kurzen, aber heftigen kleinen Putz-Orgie bei meinen Eltern - danach zum "Entstauben" noch einen Spaziergang machte: habe mir meinen momentanen Lieblings-Gute-Laune-Song auf's Handy runtergeladen und bin dazu gelaufen und habe mich richtig gefreut, diese Zeit für mich zu haben. An einem sonnigen Mittwoch-Mittag um halb zwei!

Ein GEILes Gefühl.

 

Play that Song!

13. Dezember 2016

Zum ersten Mal seit sage und schreibe 20 Jahren habe ich mir einen RICHTIG teuren Topf "Reparatur-Creme" gekauft - von "Erspartem" natürlich ;-), die "Rente" langt für sowas nicht. 

Musste aber sein, da die "Pampe" aus der Apotheke, die ich seit Jahrzehnten benutze im Moment ihren treuen Dienst versagt und ich mich in meiner Haut einfach nicht mehr wohl fühle. Ein Pröb'le hat mich auf die richtige Spur gebracht und jetzt hoffe ich auf ein Wunder... und auf GEILe Haut :-) 

WAS SICH GEÄNDERT HAT:

Ich weiß nicht - liegt es am Ruhestand oder am Alter bzw. der jahrzehntelangen, alljährlichen Wiederholung: bisher gab es keinerlei Anzeichen, auch nur ansatzweise in den weihnachtlichen Kaufrausch zu verfallen.

Jetzt, wo ich Zeit hätte, mit Muse und Zeit Geschenke auszusuchen, fällt mir so überhaupt nichts ein. Auch sehe ich nichts, was mir für die, die ich liebe gefällt bzw. was als irgendwie originelles Präsent taugt.

Es ist mir alles zu viel, die unzähligen Lebensmittel-Werbeprospekte zum Beispiel, die ich ansonsten gerne mal durchblättere, versetzen mich nicht in Begeisterung, sondern in regelrechte Schockstarre und bei der Ansicht der angepriesenen, anscheinend unverzichtbaren "Delikatessen" wird mir mittlerweile richtig schlecht. Also lass' ich das jetzt einfach mal sein. Bin ja bisher an Weihnachten auch noch nie verhungert... Nur das mit den Geschenken, das sollte noch irgendwie klappen..

12. Dezember 2016

Heute den nebenan abgebildeten Mitgliedsantrag abgeschickt, weil ich der Meinung bin, dass auf diese unglaubliche, von der Politik angerichtete Ungerechtigkeit nur von den Betroffenen "in Masse" aufmerksam gemacht werden kann!

(..siehe Eintrag "26. November"..)

 

Verein für Direktversicherungsgeschädigte

11. Dezember 2016

Ja, ja, ja!!! GEIL, GEIL, GEIL!!

Konnte gestern beim großartigen, höchst vergnüglichen "Liederabend" zweier großartiger Darsteller unseres Theaters zum ersten Mal seit vielen Wochen wieder "elegant" sitzen, d.h. ein Bein über das andere schlagen, ohne vor Schmerzen aufzustöhnen. Fühlte mich sofort wieder unglaublich jung - was allerdings auch an der herrlich nostalgischen Liederauswahl zum Thema "Reisen" gelegen haben kann. Egal, es war ein super schöner, entspannter Abend mit DEM Rentner-Highlight überhaupt: der Gewissheit, am nächsten Morgen ausschlafen zu können. Immer noch unglaublich GEIL!

09. Dezember 2016

Heute bin ich mal wieder in mein "altes Leben" eingetaucht, in dem ich früher einen ganz großen Teil meiner (Frei-)Zeit verbracht habe: Partei- und Kommunalpolitik haben mich ca. 15 Jahre leidenschaftlich beschäftigt, 10 Jahre davon sogar als Gemeinderätin in "meiner Stadt", was zwar nicht immer Vergnügen, mir aber stets eine große Ehre war.  

Allerdings konnte ich mich aufgrund des Standortwechsels meiner Firma und der damit verbundenen Pendelei nicht mehr für eine dritte Amtszeit bewerben. Das war zwar sehr schade, aber nun einmal nicht zu ändern. Job first! Denn ehrlichkeitshalber muss ich auch gestehen, dass Beruf in Vollzeit UND ein derartig arbeitsintensives und verantwortungsvolles "Hobby" für mich dann auch nicht mehr zu vereinbaren waren. 

Jetzt, nach über zwei Jahren ziemlicher Abstinenz, fühle ich mich, da wo ich früher zuhause war, zwar ein wenig fremd und wie "auf Besuch" - aber interessant und informativ ist es allemal. Schaun' mer mal.

WAS SICH GEÄNDERT HAT:

Die Ansprüche an einen "ordentlichen Haushalt" sind erwartungsgemäß dramatisch gestiegen und ich muss aufpassen, dass ich nicht zum Ordnungsfanatiker mutiere. Na ja, die Idee mit den Socken- bzw. Strumpfschächtel'chen entstand aber dann doch mehr aus reinem "Selbsterhaltungstrieb", weil ich das Durcheinander und die Sucherei einfach satt hatte. Sieht aber schon ziemlich GEIL aus, gell?

08. Dezember 2016

Nun ja, auf den ersten Blick sieht man es nicht - aber ich habe mich tatsächlich von einigen Büchern getrennt, sie in einen Karton gepackt und bei MOMOX "verscherbelt".

ERKENNTNIS: Romane sind offenbar das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind - mehr als 15 (!!) Cent sind selten drin. Wesentlich mehr bekommt man für Sachbücher, Ratgeber usw.  

Aber keine Sorge: Lieblingsbücher bleiben sowieso im Regal, und wenn das noch so voll ist :-) und das ein oder andere Buch werde ich in die "Bücherzelle" in der Innenstadt bringen, in der man gelesene Bücher, die auch anderen evtl. Freude machen, abgelegt werden können.

 

Tja - und viele Bücher sind noch nagelneu und warten trotz Ruhestand immer noch darauf, endlich gelesen zu werden. *seufz*

 

Gebrauchtes verkaufen

WAS SICH GEÄNDERT HAT:

Noch nie war meine Wohnung bereits Anfang Dezember derart weihnachtlich geschmückt. Und es hat wirklich viel Spaß gemacht, im Keller auch mal die unteren Kartons nach "altem" Weihnachtsschmuck durchzusuchen. Dazu kam ich vorher nie. Die Erkenntnis: mein Bestand ist beträchtlich - ganz offensichtlich hatte das Thema Weihnachten" bei mir jahrelang einen enormen Suchtfaktor...

GEIL: Mein Sohn ist dankbarer Abnehmer für die weihnachtlichen Altlasten, schließlich hat er auch eine richtig schöne, große Altbauwohnung, in der es viiiieeel Platz gibt! :-)

 

01. Dezember 2016

Der erste Monat als Rentnerin ist vorüber - und von Gewöhnung an diesen "Zustand" kann nicht im Entferntesten die Rede sein.

Natürlich gibt es Genußmomente und Freude über die Dinge, die man nun endlich tun kann (Stollen backen z.B.). 

Aber von "faulen Tagen" mit Lesen und Filme schauen bin ich meilenweit entfernt. Dabei hatte ich mir das so sehr gewünscht, wenigstens ab und zu.

Keine Ahnung, wie ich es dagegen geschafft habe, dass die Tage jetzt auch schon wieder so schnell vorübergehen wie vorher und ich immer noch nicht gelernt habe, "Arbeit" auch mal "Arbeit" sein zu lassen. Das habe ich offensichtlich ganz einfach zu wenig geübt in meinem Leben. UNGEIL!

Aber ich gelobe Besserung!

 

 

Funktionierendes Christstollen-Rezept

 

Vorherige Einträge finden Sie auf der nächsten Tagebuch-Seite! :-)

Für tagesaktuelle Renteninformationen einfach auf untenstehendem Facebook-Link klicken!

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Monika Descharmes